KLARTRAUM Dr. Sarah Gagiannis Ganzheitliche Beratung, Begleitung und Therapie

Glossar: Begriffe rund um Psychotherapie, Schlaf und Kopfschmerz

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Fachbegriffe begegnen einem überall: im Arztbrief, im Antrag an die Versicherung, im Ratgeber. Dieses Glossar der KLARTRAUM Privatpraxis in Ulm erklärt die wichtigsten Begriffe rund um Psychotherapie, Schlafstörungen, Kopfschmerz, Psychosomatik und Abrechnung in wenigen Sätzen. Die Erklärungen dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung.

Achtsamkeit
Die Fähigkeit, den gegenwärtigen Moment bewusst wahrzunehmen, ohne ihn sofort zu bewerten. Grundlage des Achtsamkeitstrainings.
Akutbehandlung
Kurze psychotherapeutische Behandlung in der gesetzlichen Krankenversicherung zur schnellen Entlastung in einer akuten Belastung.
Anpassungsstörung
Seelische Reaktion auf ein belastendes Lebensereignis oder eine Erkrankung, die über das übliche Maß hinausgeht und den Alltag beeinträchtigt. Siehe Krise nach einer Diagnose.
Aura
Vorübergehende neurologische Erscheinungen vor oder zu Beginn einer Migräneattacke, etwa Flimmern oder Zickzacklinien im Gesichtsfeld.
Beihilfe
Fürsorgeleistung des Dienstherrn für Beamtinnen und Beamte, die einen Teil der Krankheitskosten übernimmt. Psychotherapie braucht meist eine vorherige Anerkennung. Siehe Psychotherapie mit Beihilfe.
Bettzeitverkürzung
Baustein der KVT-I, bei dem die Zeit im Bett vorübergehend an die tatsächliche Schlafzeit angepasst wird. Auch Schlafrestriktion genannt. Siehe Bettzeitverkürzung.
Biofeedback
Verfahren, bei dem Körpersignale wie Muskelspannung gemessen und sichtbar gemacht werden, um sie bewusst beeinflussen zu lernen.
Body Scan
Achtsamkeitsübung, bei der die Aufmerksamkeit der Reihe nach durch den Körper wandert. Siehe Anleitung.
Burnout
Laut WHO ein Syndrom infolge von chronischem, nicht bewältigtem Stress am Arbeitsplatz, keine eigenständige Krankheitsdiagnose. Siehe Burnout erkennen.
Depression
Psychische Erkrankung mit gedrückter Stimmung, Verlust von Freude und Interesse und vermindertem Antrieb über mindestens zwei Wochen. Siehe Psychotherapie bei Depression.
Fachgebundene Psychotherapie
Ärztliche Zusatzweiterbildung, mit der Ärztinnen und Ärzte psychotherapeutisch tätig werden, bezogen auf ihr Fachgebiet. Siehe Ärztliche oder psychologische Psychotherapie?
Folgeantrag
Antrag bei Versicherung oder Beihilfe auf weitere Sitzungen, wenn das bewilligte Kontingent ausgeschöpft ist.
Funktionelle Körperbeschwerden
Körperliche Beschwerden, für die sich keine ausreichende organische Ursache findet. Siehe Beschwerden ohne Befund.
GOÄ
Gebührenordnung für Ärzte. Sie regelt die Abrechnung ärztlicher Leistungen außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung. Siehe Was kostet Psychotherapie privat?
Insomnie
Schlafstörung mit Ein- oder Durchschlafproblemen oder nicht erholsamem Schlaf und Beeinträchtigung am Tag. Chronisch meist ab drei Nächten pro Woche über drei Monate. Siehe KVT-I bei Schlafstörungen.
Kognitive Umstrukturierung
Methode der Verhaltenstherapie, bei der belastende Gedanken erkannt, geprüft und durch hilfreichere Sichtweisen ergänzt werden.
Kostengutsprache
Zusage der Krankenversicherung vor Beginn einer Behandlung, die Kosten in einem bestimmten Umfang zu übernehmen. Auch Kostenzusage genannt.
KVT-I
Kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie. Laut S3-Leitlinie die erste Behandlung bei chronischen Schlafstörungen. Siehe So funktioniert die KVT-I.
Medikamentenübergebrauchskopfschmerz
Kopfschmerz, der durch zu häufige Einnahme von Schmerz- oder Migränemitteln entsteht. Siehe Kopfschmerz durch Schmerzmittel.
Mental Load
Die unsichtbare Denk- und Organisationsarbeit im Alltag, etwa an Termine und Besorgungen zu denken. Siehe Beruf, Familie, Mental Load.
Migräne
Neurologische Erkrankung mit wiederkehrenden, oft einseitigen, pochenden Kopfschmerzattacken, häufig mit Übelkeit und Licht- oder Lärmempfindlichkeit. Siehe Kopfschmerz und Migräne.
Neuropathische Schmerzen
Nervenschmerzen, die durch eine Schädigung oder Erkrankung des Nervensystems entstehen.
Neurologie
Medizinisches Fachgebiet für Erkrankungen von Gehirn, Rückenmark, Nerven und Muskeln. Siehe Neurologe, Psychiater oder Psychotherapeut?
Parasympathikus
Teil des vegetativen Nervensystems, der für Ruhe, Verdauung und Erholung zuständig ist.
PPPD
Persistierender postural-perzeptiver Schwindel, eine häufige Form des funktionellen Dauerschwindels. Siehe Psychosomatischer Schwindel.
Prävention
Vorbeugung. Präventive Angebote sollen Gesundheit fördern und Belastungen vorbeugen, bevor eine Erkrankung entsteht.
Probatorische Sitzungen
Erste Gespräche vor einer Psychotherapie, in denen geklärt wird, ob und welche Behandlung passt.
Progressive Muskelentspannung
Entspannungsverfahren nach Edmund Jacobson, bei dem Muskelgruppen nacheinander angespannt und gelöst werden. Siehe Entspannungsverfahren.
Psychiatrie
Ärztliches Fachgebiet für die Diagnose und Behandlung psychischer Erkrankungen, auch mit Medikamenten.
Psychoedukation
Verständliche Information über eine Erkrankung oder Belastung als Teil der Behandlung.
Psychosomatik
Lehre von den Wechselwirkungen zwischen Körper und Seele. Siehe Psychosomatische Beschwerden.
Resilienz
Seelische Widerstandskraft, also die Fähigkeit, mit Belastungen und Krisen umzugehen. Siehe Resilienz stärken.
Schlafeffizienz
Anteil der Zeit im Bett, in dem tatsächlich geschlafen wird. Siehe Schlaftagebuch.
Schlafhygiene
Gewohnheiten und Bedingungen, die guten Schlaf begünstigen. Siehe Schlafhygiene.
Schwellenwert
In der GOÄ der 2,3-fache Satz bei persönlichen ärztlichen Leistungen. Darüber ist eine Begründung auf der Rechnung nötig.
Selbstzahler
Patientinnen und Patienten, die eine Behandlung selbst bezahlen, ohne dass eine Krankenversicherung die Kosten übernimmt. Siehe Psychotherapie als Selbstzahler.
Somatisierungsstörung
Ältere Bezeichnung für anhaltende, vielfältige körperliche Beschwerden, an denen seelische Faktoren maßgeblich beteiligt sind.
Spannungskopfschmerz
Häufigste Kopfschmerzform, dumpf und drückend, meist beidseitig. Siehe Spannungskopfschmerz.
Steigerungsfaktor
Multiplikator in der GOÄ, mit dem der Grundbetrag einer Leistung je nach Schwierigkeit und Zeitaufwand erhöht wird, bei persönlichen Leistungen bis zum 3,5-fachen Satz.
Stimuluskontrolle
Baustein der KVT-I mit Regeln, die das Bett wieder mit Schlaf statt mit Wachliegen verbinden.
Terminservicestelle
Service der Kassenärztlichen Vereinigungen unter 116 117, der gesetzlich Versicherten Termine vermittelt, auch für die psychotherapeutische Sprechstunde.
Verhaltenstherapie
Psychotherapieverfahren, das an Gedanken, Gefühlen und Verhalten im Hier und Jetzt ansetzt. Siehe Was ist Verhaltenstherapie?

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