KLARTRAUM Dr. Sarah Gagiannis Ganzheitliche Beratung, Begleitung und Therapie

Ärztliche Psychotherapie: Was ist der Unterschied zur psychologischen?

KLARTRAUM Privatpraxis · 5. Oktober 2026

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Psychotherapie dürfen in Deutschland zwei Berufsgruppen ausüben: Ärztinnen und Ärzte mit einer psychotherapeutischen Weiterbildung sowie approbierte Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit psychologischem oder psychotherapeutischem Studium. Von ärztlicher Psychotherapie spricht man, wenn die Behandlung von einer Ärztin oder einem Arzt durchgeführt wird. Beide Wege sind fachlich anerkannt. Sie unterscheiden sich vor allem in der Ausbildung und im Blickwinkel auf Körper und Psyche.

Wer sich Psychotherapeutin oder Psychotherapeut nennen darf

Die Berufsbezeichnung ist durch das Psychotherapeutengesetz geschützt. Sie setzt eine Approbation als Psychotherapeutin oder Psychotherapeut voraus. Lange führte der Weg dorthin über ein Psychologiestudium mit anschließender mehrjähriger Ausbildung, daher die Bezeichnung Psychologische Psychotherapeutin oder Psychologischer Psychotherapeut. Seit der Reform von 2020 gibt es ein eigenes Studium der Psychotherapie mit anschließender Weiterbildung. Ärztinnen und Ärzte, die psychotherapeutisch tätig sind, können die Berufsbezeichnung mit dem Zusatz ärztliche oder ärztlicher führen. Davon zu unterscheiden sind Angebote unter Bezeichnungen wie Coach, Beraterin oder Heilpraktiker für Psychotherapie. Sie beruhen nicht auf einer Approbation und berechtigen nicht dazu, sich Psychotherapeutin oder Psychotherapeut zu nennen.

Wie Ärztinnen und Ärzte zur Psychotherapie kommen

Für Ärztinnen und Ärzte gibt es mehrere Wege. In den Facharztweiterbildungen für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie ist die Psychotherapie fester Bestandteil. Fachärztinnen und Fachärzte anderer Gebiete, zum Beispiel der Neurologie, können zusätzlich eine psychotherapeutische Zusatz-Weiterbildung erwerben. Je nach geltender Weiterbildungsordnung heißt die Zusatzbezeichnung Psychotherapie oder fachgebundene Psychotherapie. Sie wird von der Landesärztekammer nach Weiterbildung und Prüfung verliehen.

Fachgebunden bedeutet, dass die Psychotherapie an das eigene Fachgebiet anknüpft. Bei einer Neurologin liegt der Blick deshalb besonders auf seelischen Belastungen, die mit dem Nervensystem, mit Schmerzen oder mit körperlichen Erkrankungen zusammenhängen.

Was der ärztliche Blick ausmacht

Ärztinnen und Ärzte haben ein Medizinstudium und eine Facharztweiterbildung durchlaufen. Sie sind darin geschult, körperliche Ursachen von Beschwerden einzuordnen und die Wechselwirkungen zwischen Erkrankungen, Medikamenten und seelischem Befinden zu berücksichtigen. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn körperliche und seelische Beschwerden ineinandergreifen, etwa bei chronischen Kopfschmerzen, bei psychosomatischen Beschwerden oder bei Ängsten und Niedergeschlagenheit im Verlauf einer neurologischen Erkrankung.

Was der psychologische Weg ausmacht

Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten bringen eine umfangreiche Ausbildung in psychologischen Grundlagen, Diagnostik und Psychotherapieverfahren mit. Für viele psychische Erkrankungen sind sie eine naheliegende Anlaufstelle, und viele von ihnen haben eine Kassenzulassung. Welcher Weg passt, ist eine Frage des Anliegens, nicht der Wertigkeit.

Die Verfahren: Was heißt verhaltenstherapeutisch?

Unabhängig vom Beruf arbeiten Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit wissenschaftlich anerkannten Verfahren. Dazu gehören die Verhaltenstherapie, die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, die analytische Psychotherapie und die systemische Therapie. Die Verhaltenstherapie setzt bei Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen in der Gegenwart an. Sie arbeitet strukturiert, erklärt Zusammenhänge und erprobt neue Strategien im Alltag. Ein Beispiel für ein verhaltenstherapeutisches Programm ist die KVT-I bei Schlafstörungen.

Was das für Privatversicherte bedeutet

Ärztliche Psychotherapie wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Private Krankenversicherungen erstatten nach dem jeweiligen Vertrag. Manche Tarife unterscheiden bei der Erstattung danach, ob die Behandlung ärztlich oder psychologisch erfolgt, und viele verlangen vor Beginn einen Antrag. Ein Blick in die Vertragsbedingungen oder eine Nachfrage bei der Versicherung schafft hier Klarheit, bevor die Therapie beginnt.

Ärztliche Psychotherapie bei KLARTRAUM in Ulm

Dr. Sarah Gagiannis ist Fachärztin für Neurologie mit den Zusatzbezeichnungen fachgebundene Psychotherapie (verhaltenstherapeutisch orientiert) und Akupunktur. In ihrer Privatpraxis in der Friedenstraße 23 in Ulm liegt der Schwerpunkt auf psychischen Belastungen, die eng mit neurologischen oder körperlichen Beschwerden verbunden sind: Kopfschmerz und Migräne, psychosomatische Beschwerden, neurologische Erkrankungen sowie Stress und Erschöpfung im Beruf. Wie die Abrechnung genau läuft, steht unter Ablauf und Kosten.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Behandlung. In einer akuten Krise erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117, die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 und im Notfall die 112.

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