KLARTRAUM Dr. Sarah Gagiannis Ganzheitliche Beratung, Begleitung und Therapie

Wann mit Schlafstörungen zum Arzt? Warnzeichen und mögliche Ursachen

KLARTRAUM Privatpraxis · 5. Oktober 2026

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Bergkette in der Abenddämmerung

Mit Schlafstörungen sollten Sie zum Arzt gehen, wenn sie länger als etwa einen Monat anhalten und Sie tagsüber beeinträchtigen, wenn Sie am Steuer oder bei der Arbeit einnicken, wenn Ihr Partner lautes Schnarchen mit Atemaussetzern bemerkt, wenn unruhige Beine Sie am Schlafen hindern oder wenn zusätzlich Niedergeschlagenheit, Ängste oder starke Erschöpfung auftreten. Erste Anlaufstelle ist meist die Hausarztpraxis. Je nach Ursache kommen Fachärzte für Neurologie, Psychiatrie, HNO oder Innere Medizin sowie ein Schlaflabor hinzu.

Warnzeichen, die Sie ernst nehmen sollten

Bei Gedanken, nicht mehr leben zu wollen, warten Sie bitte nicht auf einen Termin. Wenden Sie sich sofort an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117, an die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 oder im Notfall an die 112.

Mögliche körperliche Ursachen

Hinter anhaltend schlechtem Schlaf können körperliche Erkrankungen stecken. Dazu gehören zum Beispiel die obstruktive Schlafapnoe mit nächtlichen Atemaussetzern, das Restless-Legs-Syndrom, chronische Schmerzen, Sodbrennen, nächtlicher Harndrang, eine Schilddrüsenüberfunktion, Herz- und Lungenerkrankungen sowie hormonelle Veränderungen, etwa in den Wechseljahren. Auch neurologische Erkrankungen wie Parkinson, Multiple Sklerose oder Migräne können den Schlaf beeinträchtigen. Manche Medikamente, Koffein, Alkohol und Nikotin stören den Schlaf ebenfalls.

Mögliche seelische Ursachen

Sehr häufig hängen Schlafstörungen mit Stress, Sorgen und psychischen Belastungen zusammen. Depressionen und Angststörungen gehen fast immer mit Schlafproblemen einher, typisch ist bei einer Depression das frühe Erwachen mit Grübeln. Umgekehrt kann eine anhaltende Insomnie das Risiko erhöhen, psychisch zu erkranken. Mehr dazu im Beitrag Schlaf und Psyche.

Und wenn keine Ursache gefunden wird?

Bei vielen Menschen findet sich keine körperliche Erkrankung, die den schlechten Schlaf allein erklärt. Dann spricht man von einer eigenständigen Insomnie. Sie ist trotzdem gut behandelbar. Die S3-Leitlinie empfiehlt als erste Behandlung die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I). Die Bausteine erklärt der Beitrag KVT-I: Wie Verhaltenstherapie bei Schlafstörungen funktioniert.

So bereiten Sie den Termin vor

Welche Fachrichtung weiterhilft

Die Hausarztpraxis kann erste Untersuchungen veranlassen und überweisen. Neurologinnen und Neurologen sind zuständig, wenn neurologische Ursachen wie ein Restless-Legs-Syndrom oder Erkrankungen des Nervensystems in Frage kommen. Bei Verdacht auf Schlafapnoe helfen HNO-Ärzte, Lungenfachärzte und Schlaflabore. Stehen psychische Belastungen im Vordergrund, sind Psychiatrie und Psychotherapie die richtigen Ansprechpartner. Wer was macht, erklärt der Beitrag Neurologe, Psychiater oder Psychotherapeut?

Neurologie und Psychotherapie unter einem Dach

In der KLARTRAUM Privatpraxis in Ulm verbindet Dr. Sarah Gagiannis beide Blickwinkel: Sie ist Fachärztin für Neurologie mit Zusatzbezeichnung fachgebundene Psychotherapie und bietet die KVT-I an. Körperliche Ursachen sollten dabei hausärztlich oder fachärztlich abgeklärt sein, gegebenenfalls auch im Schlaflabor. Die Praxis ist für Privatversicherte und Selbstzahler da. Mehr unter KVT-I bei Schlafstörungen.

Quellen: S3-Leitlinie Insomnie bei Erwachsenen (DGSM, AWMF-Register 063-003); gesundheitsinformation.de (IQWiG), Themenseite Schlafstörungen.

Dieser Beitrag der KLARTRAUM Privatpraxis dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Behandlung. In einer akuten Krise erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117, die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 und im Notfall die 112.

Häufige Fragen

Brauche ich ein Schlaflabor?

Nicht immer. Ein Schlaflabor ist vor allem sinnvoll, wenn der Verdacht auf eine körperliche Schlafstörung wie eine Schlafapnoe besteht oder die Ursache unklar bleibt. Ob eine Untersuchung nötig ist, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Kann Schnarchen gefährlich sein?

Lautes, unregelmäßiges Schnarchen mit Atemaussetzern kann auf eine Schlafapnoe hindeuten. Sie geht mit Tagesmüdigkeit einher und sollte abgeklärt werden, etwa in einer HNO- oder Lungenfachpraxis oder im Schlaflabor.

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