Eine Psychotherapie dauert je nach Anliegen einige Wochen bis zu mehreren Jahren. Verhaltenstherapeutische Behandlungen umfassen häufig zwischen etwa zwölf und vierzig Sitzungen, bei umschriebenen Anliegen wie einer Schlafstörung oft deutlich weniger. Eine Sitzung dauert in der Regel 50 Minuten, üblich sind wöchentliche oder zweiwöchentliche Termine. Die Dauer hängt von der Art und Schwere der Belastung, von Ihren Zielen, von begleitenden Erkrankungen und bei Privatversicherten auch vom Tarif ab.
Wovon die Dauer abhängt
- Art des Anliegens: Ein klar umschriebenes Problem lässt sich oft schneller bearbeiten als eine lange bestehende Belastung mit vielen Facetten.
- Schwere und Dauer der Beschwerden: Was sich über Jahre entwickelt hat, braucht meist mehr Zeit.
- Begleitende Erkrankungen: Körperliche Erkrankungen, chronische Schmerzen oder neurologische Erkrankungen bringen eigene Themen mit.
- Verfahren: Verhaltenstherapie ist meist kürzer angelegt als analytische Psychotherapie.
- Ziele: Geht es um Entlastung in einem bestimmten Bereich oder um eine tiefergehende Veränderung?
- Mitarbeit zwischen den Terminen: Übungen im Alltag beschleunigen oft den Prozess.
Kurzzeit und Langzeit
In der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es feste Kontingente für Kurzzeit- und Langzeittherapie. In der privaten Krankenversicherung regelt jeder Tarif selbst, wie viele Sitzungen pro Jahr oder insgesamt erstattet werden und ob dafür ein Antrag nötig ist. Behalten Sie deshalb während der Behandlung im Blick, wie viele Sitzungen Sie bereits hatten. Ist das Kontingent bald ausgeschöpft, kann rechtzeitig ein Folgeantrag gestellt werden. Mehr dazu im Beitrag PKV und Psychotherapie.
Wie oft Termine stattfinden
Zu Beginn sind wöchentliche Termine üblich, damit sich ein Arbeitsrhythmus einstellt und Veränderungen gut begleitet werden können. Später werden die Abstände oft größer, etwa zweiwöchentlich oder monatlich. So kann erprobt werden, wie gut das Gelernte im Alltag trägt. Häufigkeit und Abstände werden gemeinsam abgestimmt und können sich im Verlauf ändern.
Beispiel KVT-I
Die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie ist auf einige Wochen angelegt und umfasst typischerweise mehrere Sitzungen, zwischen denen Sie Schlaftagebuch führen und Schritte zu Hause umsetzen. Sie ist damit ein Beispiel für ein kurzes, strukturiertes Vorgehen. Mehr unter KVT-I: Ablauf und Kosten.
Wann Veränderungen spürbar werden
Viele Menschen erleben schon in den ersten Wochen eine gewisse Entlastung, weil sie über ihre Belastung sprechen und Zusammenhänge besser verstehen. Tiefere Veränderungen brauchen Zeit und verlaufen selten geradlinig. Rückschläge gehören dazu und sind oft wertvolle Gelegenheiten, etwas über sich zu lernen. Es ist hilfreich, in regelmäßigen Abständen gemeinsam zu prüfen, wo Sie im Hinblick auf Ihre Ziele stehen.
Wie eine Therapie endet
Eine Psychotherapie endet idealerweise geplant. Die Abstände zwischen den Sitzungen werden größer, und es wird besprochen, wie Sie mit schwierigen Situationen in Zukunft umgehen können. Manche Praxen bieten nach dem Ende Auffrischungstermine an. Ein Ende ist kein Abschied für immer. Wenn später neue Belastungen auftreten, kann eine erneute Kontaktaufnahme sinnvoll sein.
Präventive Angebote sind kürzer
Wer keine Psychotherapie braucht, sondern vorbeugend etwas für sich tun möchte, findet in Beratung und Achtsamkeitstraining kürzere Formate. In der KLARTRAUM Privatpraxis haben sich hier oft bis zu sechs Sitzungen à 1,5 Stunden bewährt. Mehr dazu im Beitrag Psychologische Beratung oder Psychotherapie?
In der Privatpraxis in Ulm
In der KLARTRAUM Privatpraxis in Ulm dauert eine psychotherapeutische Sitzung bei Dr. Sarah Gagiannis in der Regel 50 Minuten. Üblich sind wöchentliche oder zweiwöchentliche Termine, die individuell abgestimmt werden. Mehr unter Ablauf und Kosten.
Quellen: Bundespsychotherapeutenkammer, Patienteninformationen; gesundheitsinformation.de (IQWiG), Psychotherapie.
Dieser Beitrag der KLARTRAUM Privatpraxis dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Behandlung. In einer akuten Krise erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117, die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 und im Notfall die 112.
Häufige Fragen
Kann ich eine Therapie jederzeit beenden?
Ja. Sprechen Sie Ihren Wunsch möglichst offen an. Oft ist es hilfreich, das Ende gemeinsam zu planen, damit Sie das Gelernte festigen können.
Was, wenn ich nach dem Ende wieder Hilfe brauche?
Dann können Sie sich erneut melden. Neue Belastungen sind kein Zeichen, dass die Therapie gescheitert ist. Bei Privatversicherten richtet sich eine erneute Erstattung nach dem Tarif.
Weiterlesen
- Der erste Termin in der Psychotherapie: Was Sie erwartet
- Was ist Verhaltenstherapie? Grundidee, Ablauf und Methoden
- PKV und Psychotherapie: Kostenzusage, Antrag und Folgeantrag
Sie möchten das Thema persönlich besprechen? Ein paar Sätze über das Formular genügen, auf Wunsch mit Rückruf in Ihrem Zeitfenster.
Termin anfragenoder anrufen: 0731 20640286 · E-Mail: info@klartraum-ulm.de
